Projekte Stadtsicherung Bitterfeld und Kraftwerkssiedlung - Park der Chemiearbeiter


   
Zum 01.01.2013 hat die MDSE die vollständige Projektträgerschaft der Stadtsicherung Bitterfeld und des Komplexprojektes "Kraftwerkssiedlung - Park der Chemiearbeiter" von der LMBV übernommen. Mit Unterzeichnung der abschließenden Vereinbarungen vom 22.11.2018 zur Übertragung hat sich für beide Projekte auch der Rechtsträgerwechsel von der LMBV an die MDSE vollzogen.
 
Grundlage des Projektes Stadtsicherung ist der Planfeststellungsbeschluss für das Gewässerausbauvor-
haben Flutung Tagebaurestlochkomplex Goitzsche, Abschnitt Goitzsche-Hauptsee (Landes-
verwaltungsamt Sachsen-Anhalt, 31.08.2004).
Zur Bewertung der Einhaltung
der Vorgaben des Planfest-
stellungsbeschlusses wird
im Projekt Stadtsicherung ein
Monitoring mit ca. 170 Grund-
und 16 Oberflächenwassermess-
stellen zur Überwachung der
Wasserstände sowie mit ca. 80
Grund- und 8 Oberflächenwasser-
messstellen zur Überwachung
der Wasserbeschaffenheit
durchgeführt.
      Das Gebiet der Stadtsicherung ist in 12 Sicherungsbereiche eingeteilt. In diesen Sicherungsbereichen sind Brunnen und Drainagen zur Flurabstandssicherung installiert. Im jährlichen Mittel werden
an den von der MDSE betriebenen
Brunnen und Drainagen in der Stadt-
sicherung insgesamt ca. 1,7 Millionen m³
Grundwasser gehoben und über die
Vorfluter abgeleitet.
                       
Im Sicherungsbereich 1 werden
Drainagen und eine
Grundwasserreinigungsanlage zur
Behandlung kontaminierter Hebungs-
wässer aus den Sicherungsbereichen
1, 2 und 5 betrieben. In allen anderen
Sicherungsbereichen können die Hebungs-
wässer aufgrund deutlich geringerer Grund-
wasserbelastung direkt in die Vorfluter
eingeleitet werden.
         
                       
In den Sicherungsbereichen 2 bis 12 sind im jährlichen
Mittel ca. 20 Brunnen in Betrieb.
Weitere ca. 30 Brunnen werden
in Abstimmung mit der Stadt
Bitterfeld-Wolfen für den
Hochwasserschutz vor-
gehalten. Darüber hinaus
wurden ca. 20 Brunnen
für die Sicherung
nicht mehr be-
nötigt und zu-
rückgebaut
bzw. still
gelegt.
       
                       
             
  Zur Reduzierung der Hebungsmengen im Projekt Stadtsicherung werden auch bauliche Sicherungen an Gebäuden geplant und umgesetzt.
                       
Außerhalb der Sicherungsbereiche der Stadtsicherung wird von der MDSE im Park der Chemiearbeiter eine Pumpstation zur Flurabstandssicherung für die Kraftwerkssiedlung betrieben. An dieser werden im jährlichen Mittel ca. 260.000 m³ gehoben und dem Reinabwasser des Chemieparks zugeführt.
 
Ansprechpartner: Herr Nitschke, Tel.-Nr.: (0 34 94) 6656 166, E-Mail: fnitschke@mdse.de
 
Ansprechpartner: Herr Dorausch, Tel.-Nr.: (0 34 94) 6656 156, E-Mail: cdorausch@mdse.de